Mitte Mai 2023 startet das Herren-Fanionteam zu einer Mission, es wollte die beiden Finalniederlagen aus den Vorjahren vergessen machen oder wie es Verteidiger Nicola Heierli so schön formulierte: «Wir sorgen für Furore in der Schweizer Unihockey-Landschaft, lieben es zu gewinnen und zelebrieren Siege als Lohn für unseren Einsatz. Wir leisten aktiv einen Beitrag, die Trainings pünktlich zu beginnen, nutzen die vorhandenen Trainingszeiten optimal für unsere Entwicklung und verlassen die aufgeräumte Halle nach einem gemeinsamen Abschluss. Wir nehmen unsere Eigenverantwortung auf, sowie neben dem Feld wahr und reflektieren unsere Mission monatlich im Team – Pfanni brännt soll uns die Vision von maximalem Erfolg im Frühling und einem Fest in der Kirchwies geben».
Mit grosser Kontinuität im Kader und abwechslungsreichen Trainings liess das Team diesen Worten vom ersten Tag an Taten folgen. Im Cup wurden unter anderem die NLB-Teams Lok Reinach (6:3) und UHC Sarganserland (5:4) aus dem Weg geräumt, ehe man dann gegen Bülach Floorball (6:5) den erstmaligen Viertelfinaleinzug eines 1.Liga-Teams seit über 20 Jahren gefeiert werden konnte. Dort war dann nach einem starken Spiel und einer ehrenvollen 3:6-Niederlage auswärts beim NLA-Team Unihockey-Basel Regio die Cup-Reise zu Ende. Die Erinnerungen und die Emotionen, die durch dieses Spiel ausgelöst wurden, werden wir ewig in unseren Herzen tragen. Die Fans haben uns schlicht verzaubert und uns und dem ganzen UHC Pfanni mit ihren Fangesängen, den Anfeuerungsrufen und den Standing Ovation einen unvergesslichen und äusserst eindrücklichen Abend beschert – über 200 Pfanni-Fans pilgerten an dieses Spiel und sorgten für Gänsehaut pur.
Die Meisterschaft startete Anfangs September nicht ganz nach Wunsch mit einer überaus unnötigen 2:4-Heimniederlage gegen die Rheintal Gators. In der Folge reihte der UHC Pfannenstiel Sieg an Sieg und erkämpfte sich den Leaderthron, ehe in der 10. Runde die nächste Heimniederlage gegen die Jona-Uznach Flames eingesteckt werden musste. Mit dem Start in die Rückrunde musste nach einer weiteren Niederlage gegen die Gators der Leaderthron Bülach Floorball überlassen werden. Die Zürcher Unterländer und Pfanni zogen auch in den weiteren Monaten ihre Kreise und setzten sich vom Rest des Feldes ab. Für Pfanni folgten weitere 7 Siege, ehe im Spitzenkampf eine knappe 3:4-Niederlage folgte und die Qualifikation somit auf dem hervorragenden zweiten Rang abgeschlossen werden konnte.
In den Playoffs steigerte sich das Team dann von Runde immer mit dem grossen
Ziel vor Augen. In einer harten Viertelfinal-Serie verlangte der UH Appenzell
den Zürchern alles ab, 6:5 und 3:1 lauteten die knappen Resultate. Die
Erleichterung ob des Sieges war spürbar, aber es sollte nicht einfacher
werden. Gegen UBN sah man sich nach der Startniederlage im Penaltyschiessen
mit dem vorzeitigen Saisonende konfrontiert, doch das Team reagierte wie ein
Champion. Die Spiele 2 und 3 wurden mit 6:2 und 8:3 gewonnen und somit war der
«Traumfinal» gegen Bülach Floorball perfekt. Auch diese Serie,
die von sagenhaften 2337 Zuschauern verfolgt wurde, hatte es in sich. Pfanni
legte mit 7:5 und 5:4 vor, verpasste dann aber in Spiel 3 nach der 2:4-Niederlage
den vorzeitigen 1.Liga-Meistertitel. Dieser sollte dann aber eine Woche später
vor spektakulärer Kulisse Tatsache werden. Marco Hurni leitete mit seinem
allesentscheidenden Treffer im Penaltyschiessen die grossen Meister-Feierlichkeiten
ein – ein erstes Ziel war erreicht, doch nun wartete in den Aufstiegsspielen
der altbekannte Gegner UHT Eggiwil, gegen den Pfannenstiel vor 5 Jahren seinen
NLB-Platz räumen musste. Die Serie startete mit einem souveränen 11:5
Heim- und einem 5:2-Auswärtssieg prächtig und alles war angerichtet
für die Aufstiegsfeierlichkeiten beim Heimspiel. Die Eggiwiler spielten
jedoch nicht mit und entführten den Sieg im Penaltyschiessen aus Egg. So
wurde der Aufstieg noch um eine Woche vertagt. Am 13.04.2024 war es dann tatsächlich
so weit, in einem äusserst intensiven und kämpferischen Spiel konnte
der UHC Pfanni im Emmental einen 7:5-Auswärtssieg einfahren und mit den
vielen mitgereisten Fans den Aufstieg feiern. Einer äusserst eindrücklichen
Saison wurde somit zum Abschluss die Krone aufgesetzt. Eindrücklich, aber
auch verdient, denn der UHC Pfannenstiel zeigte über 40 Spiele (nur der
SV Wiler-Ersigen hatte wegen des Champion Cups mehr Spiele) konstante Leistungen
und konnte 32 der 40 Spiele für sich entscheiden.
Die Grundlage des Erfolges war ein sehr breites Kader, viel spielerische Klasse
und ein Team, in dem jeder einen grossen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte
innehatte. Zu erwähnen gilt es auch den grossen Einsatz des akribisch arbeitenden
Trainers Marc Werner, der die Mannschaft gegen jeden Gegner perfekt vorbereitete.
Nach all den Feierlichkeiten und der spontanen Aufstiegsgrillparty mit Fans,
Family and Friends gilt es an dieser Stelle auch ein grosse DANKE auszusprechen
– es war phänomenal, wie wir von unseren Fans zu Hause und auswärts
unterstützt und angetrieben wurden, diese Fankultur sucht schlicht seines
gleichen und es ist für uns ein absolutes Privileg auf einen solchen Support
zählen zu dürfen. Oder wie heisste es so schön auf unseren Bannern
in der Halle: «Die beste Fans vo de Schwiiz» und «Stolz für
Pfanni därfe zspille», das sind keine Phrasen, sondern die absolute
Wahrheit!
Ein weiterer Dank gebührt der Gemeinde Egg und allen Helfern, die die teils
sehr kurzfristigen Heimspiele möglich gemacht haben.
Wie das Fanionteam in seiner dritten NLB-Saison 2024/2025 genau aussehen wird, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen, der Grossteil des Teams sollte zusammenbleiben und somit wird auch der unvergleichliche Teamspirit bestehen bleiben. Die Herausforderungen werden sicherlich nicht kleiner, doch die Vorfreude auf das Abenteuer ist trotz der deutlich weiteren Reisewege riesengross.
«Mir freued eus bereits jetzt wieder uf Eue Support – danke für
alles!»
Zum Schluss habe ich doch noch folgende Auszeichnungen:
| Bezeichnung | Spieler | Wertung |
| Topscorer: | Florian Nideröst |
62 Punkte (38 Tore / 24 Assists) |
| Toptorschütze: | Florian Nideröst |
38 Tore |
| Topassistgeber: | Florian Hafner |
28 Assists |
| Strafenleader: | Tim Bartenstein |
84 Strafminuten |
| +/- - Leader: | Simon Suter |
+56 |
| Key-Player | Florian Hafner |
21.047 Key-Points |
| Best Goalie: | Patrick Weber |
17 Siege / 1 Shut-Outs / 17.831 AVG |
| Best Defender: | Nicola Heierli |
22 Punkte (6 Tore / 16 Assists) |
| Best Offenseplayer: | Florian Nideröst |
62 Punkte (38 Tore / 24 Assists) |
| Most Games: | Philipp Bär / Patrik Gmür |
35 Spiele |
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